GHS

Global harmonisiertes System

 

 

 

 

 

Global Harmonisiertes System zur Einstufung  und Kennzeichnung von Chemkalien und Umsetzung in der EU


 

"Das Global harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS, englisch Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packaging of Chemicals) der Vereinten Nationen ist ein weltweit einheitliches System zur Einstufung von Chemikalien sowie deren Kennzeichnung auf Verpackungen und in Sicherheitsdatenblättern."

 

Hangsterfer's benötigt keine besondere Kennzeichnung

Um Unterschiede in den international existierenden Systemen der Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien aufzuheben und um den Standard in der Arbeitssicherheit, im Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie beim Transport gefährlicher Güter weiter anzuheben, ist unter Federführung der Vereinten Nationen ein Global Harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals) – kurz GHS – entwickelt worden.

Die Verordnung für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung (CLP-Verordnung) der EU, die dieses GHS-System bei uns umsetzt, muss für Stoffe seit dem 01.12.2010 verbindlich angewendet werden. Bereits in Verkehr gebrachte Stoffe mit alter Kennzeichnung durften jedoch noch bis zum 01.12.2012 weiterverkauft werden.

Für Zubereitungen, die unter GHS als Gemische bezeichnet werden, wird die GHS/CLP-Kennzeichnung ab dem 01.06.2015 verbindlich. Bis zum 01.06.2015 muss im Sicherheitsdatenblatt auch die alte Einstufung angegeben werden. Jedoch darf die GHS-Kennzeichnung bereits seit dem 20.01.2009 auf dem Etikett verwendet werden – ein Abwarten der Stichtage ist nicht erforderlich. Eine Doppelkennzeichnung auf dem Etikett ist nicht zulässig.


Einstufung

Die neue Systematik unterscheidet zwischen Gefahrenklassen und Gefahrenkategorien. Die Kriterien zur Einstufung weichen zum Teil von denen der bisherigen Stoff- und Zubereitungs­richtlinie ab. Eingestuft wird nach den Kriterien für die Einstufung von Stoffen und Gemischen gemäß Anhang I der CLP-Verordnung.

Zur Einstufung gehören folgende Angaben:

  • Gefahrenklasse (es gibt nun 28 Gefahrenklassen statt bisher 15 Gefährlichkeitsmerkmale)
  • Gefahrenkategorie (diese unterteilen die jeweiligen Gefahrenklassen zur Angabe der Schwere der Gefahr)
  • Gefahrenhinweis (H-Hinweis oder H-Satz)

Es müssen alle zutreffenden Gefahrenklassen mit der jeweiligen Kategorie und dem H-Satz angegeben werden. Die Einstufung findet man im Sicherheitsdatenblatt im Abschnitt 2.


Kennzeichnungselemente

Zur Visualisierung der Gefahren lösen 9 neue Gefahrenpiktogramme (rot umrandete, auf die Spitze gestellte Quadrate mit schwarzem Symbol auf weißem Grund) die alten, orangefarbenen Gefahrensymbole ab.

Diese werden von der UNECE zur Verfügung gestellt.

  • Neu im Vergleich zu den alten Gefahrensymbolen sind die Gasflasche, das Ausrufezeichen und die Gesundheitsgefahr.
  • Das neue Signalwort beschreibt den potentiellen Gefährdungsgrad.
    • „Gefahr“: Signalwort für die schwerwiegenden Gefahrenkategorien
    • „Achtung“: Signalwort für die weniger schwerwiegenden Gefahrenkategorien
  • Die neuen Gefahrenhinweise, H-Hinweise (hazard statements) lösen die alten R-Sätze ab. Sie beschreiben die Art und gegebenenfalls den Schweregrad der von einem gefährlichen Stoff oder Gemisch ausgehenden Gefahr.
  • Die neuen Sicherheitshinweise, P-Hinweise (precautionary statements) ersetzen die alten S-Sätze. Sie beschreiben empfohlene Maßnahmen, um schädliche Wirkungen aufgrund der Exposition gegenüber einem gefährlichen Stoff oder Gemisch bei seiner Verwendung oder Beseitigung zu begrenzen oder zu vermeiden.

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